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CD: Digipak cover, 4-pages.
Reviews
Groove - April/Mai 1999
Simon Jarosch ist mit seinen bisherigen Veröffentlichungen
aus gutem Grund aufgefallen. Der Tübinger ist für einige Leute die
ganz große Hoffnung für Drum'n'Bass aus heimischen Gefilden. Daß
es zu solch einer Einschätzung kommen konnte, daran ist nicht zuletzt "Pulse
Code" schuld - ein Techstep-Track, wie ihn die Welt nicht alle Tage sieht.
Anstatt stereotypgrimmig zu knüppeln, stürmt die Nummer mit einer
euphorisierenden Wucht voran. Etwaige Widerstände werden in Sekundenbruchteilen
pulverisiert. Das Debüt-Album des Schwaben rechtfertigt nun sämtliche
Vorschußlobeeren, die in den letzten Monaten so großzügig über
ihm ausgeschüttet wurden. Und es zeigt Simon V von einer souveränen
Vielseitigkeit, die wohl niemand von einem zirka 18jährigen erwartet hätte.
So beginnt Jarosch mit Klängen, die unweigerlich Assoziationen an die deepere
Seite von Detroit wecken. Daß er chromblitzende Drum'n'Bass-Supernovas
ganz nonchalant aus dem Ärmel schütteln kann, hat man schon vermutet.
Die Art und Weise, wie er aber seine Claims in Electro-Gefilden absteckt, nötigt
einem allen Respekt der Welt ab. Auf "One Night" wächst tatsächlich
zusammen, was anderswo meist vergeblich in einen Sack gestopft wurde. Und filigrane
Roller sind Simon Jarosch ebenfalls nicht fremd. Bleibt noch der Hinweis darauf,
daß dieses bemerkenswerte Album nur im Internet unter oben genannter Adresse
zu beziehen ist. (HK)
Notes - September 1999
Nur eine Nacht - der Titel für das Debütalbum
des Tübinger Soundmeisters Simon V ist gut gewählt. Das
Album heißt One Night und genau darum geht es auf dem
Album: um das klanggewordene Szenario einer einzigen Nacht, vom
frühen Abend bis zum Nachhauseweg am nächsten Morgen.
Simon V (alias Simon Jarosch) startet da mit einem wunderbar spährischen
Ambienttrack namens Silent Moves, zum dem wir der Sonne beim
Untergehen zuschauen könnten. Der folgende Titel, der geprägt
ist von einem verhaltenen und doch hypnotischen Groove spricht für
sich selbst: Internet makes you sexy, und dazu kann man ja
eigentlich nur eifrig mit dem Kopf nicken. Verlassen wir den anregenden
Chatroom, kämmen uns die Haare in die Stirn, polieren uns die
Fußnägel, putzen uns die Zähne: Es geht so langsam
in Richtung Club! Simon V baut nun eine Spannung auf, die phasenweise
in Industrialstimmungen reicht, es wird z.T. experimentell und avantgardistisch
- bis wir langsam in Drum'n'Bass-Unterwelten abtauchen. Und da ist
auch schon mit Resurrection der Hammer, der uns mit höllisch
kickendem D'n'B auf die Tanzfläche treibt, bis wir ekstatisch
zucken und auf den Wogen der Sounds treiben. Hymnus ist ein
weiterer Höhepunkt, der das D'n'B-Korsett langsam aufzuschnüren
beginnt, Broken Promise ist eine weitere Peitsche, die das
Ende der Nacht einläutet. Nach dem pushenden, und doch unmerklich
zurückgenommenen Pulse Code wird es Zeit für uns:
der Morgen graut. Wir haben den Rhythmus noch im Blut, aber unsere
Seele sehnt sich doch nach Harmonie, Geborgenheit und Zuhause. Speechless
vereinigt eben das formidabel, es knackt, knickt und knistert, und
doch hören wir ambiente Flächen hinter den Beats: Was
für ein schöner Morgen! Übrigens: wer denkt, daß
Simon V ein blutiger Anfänger sei, der irrt: Resurrection
und Pulse Code verbuchten nämlich als 12"-Veröffentlichung
bei Santorin rec. schon erste Cluberfolge! (Wk)
ouk - Februar/März
1999
Ein kleiner Auszug aus dem Schaffen des Simon
Jarosch. Nicht nur das Cover ist sexy, sondern auch das Internet
und da sind über die letzten Jahre immerhin schon an die 50
Tracks von Vivid aka Simon V veröffentlicht worden. Zeit also
für dieses Album in CD-Format beim Internet-Vertrieb MAZ. Sieben
der elf Tracks sind bereits auf Vinyl bei Tübingens Labelgewächs
Santorin erschienen: DrumnBass im zeitlos technoiden
Gewand sowohl für die Tanzfläche als auch für zu
Hause. Eigene Sounds, eigenwillige Ideen, eigener Style. Das Bild
vervollständigt sich durch streng synthetischen melodiös-deepen
bis dreckig-harten Electro. Weitere Infos, Anhörmöglichkeit
& Ordering unter http://vivid.kosmic.org/ (lightwood)
Partysan - Februar
1999
Simon V aus Tübingen hat bisher die beiden
Santorin Drum'n'Bass Platten herausgebracht. Dieses CD Projekt ist
die musikalische Umsetzung eines beliebigen Partywochenendes. Gestartet
wird in den späten Nachmittagsstunden. Langsam aber sicher
steigert sich die Drum'n'Bass CD bis zu ihrem Höhepunkt mit
"Pulse Code". Anschließend geht es sprachlos nach
Hause ... Simon V bietet seinen Hörern überarbeitete Stücke
der letzten drei Jahre, die wieder einmal mehr Spaß machen,
entspannten Drum'n'Bass zu hören. 4 von 5 (Olsen)
de:bug - Februar 1999
Einige Tracks von ihm dürfte man schon
von den Santorin und Prymer EP`s kennen, hier sind allerdings nicht
nur Drum and Bass Tracks, sondern Stücke aus den letzten 4
Jahren, von Elektronummern über kitschige Frühwerke, aber
die Sachen die er am besten produziert bleiben letztendlich doch
die Drum and Bass Tracks, und wegen der sollte man die CD auch hören
und bei MAZ bestellen. Sehr trockene Produktionen mit einem Hang
zur Präzision und trockenen sehr sauberen Sounds, die außerhalb
der Clubs vielleicht ein wenig klinisch klingen, aber sehr gut floaten.
http://vivid.kosmic.org & http://www.maz-sound.com/products
4 von 5 (bleed)
Subculture MA/KA - Februar 1999
Was soll man sagen? Da musiziert ein junger
Mann aus Tübingen viele Jahre vor sich hin, wurde mir recht
spät durch einen Remix auf Black Beat bekannt, releaste 2 geniale
Platten auf Santorin und hat nun eine Art ungeplantes Konzeptalbum
mit dieser CD: Simon hat 11 seiner Stücke von 95-98 z. T. nochmals
überarbeitet und in "richtiger Reihenfolge" zusammengebracht.
Und die Mischung stimmt: von Ambient Klängen über experimentellere
Sounds mündet man in sämtliche o. g. Drum'n'Bass Releases
über (natürlich mit dem legendären pulse code!),
um die Reise mit relaxtem D&B Sound wieder zu beenden. Ein kleines
Meisterwerk, das seinen Stammplatz in meinem CD-Player sicher hat.
Wieder im Netz erhältlich, noch heute "www.maz-sound.com/products"
checken!! (DS)
Scope - 03
Kaum hat er ein paar Maxis herausgebracht, kommt der Tübinger Simon V schon mit einem vollständigen Album. Dieses beginnt jedoch, entsprechend dem Thema, sehr relaxed und zurückgelehnt mit einem ruhig dahinplätschernden Ambient-Stück, um dann nach einigen schönen und gut produzierten Electro Einlagen, doch noch zu dem zurückzufinden, wofür man ihn kennt: gut gestrickten und toughen Drum&Bass, Tracks mit viel Atmosphäre und einer gehörigen Portion Energie. Mit dabei sind auch alle Tracks der diversen Maxis, die von Simon V auf Santorin und Black Beat erschienen waren, so auch der gnadenlose Floorburner "Pulse Code". Ein ausgewogenes Album, das einige Überraschungen parathält. (sci)
Reutlinger Generalanzeiger - Februar
1999
Zeitloser Drum'n'Bass aus Tübingen:
"Internet makes you sexy" ist nicht nur der Name eines
Tracks von Simon "V" Jarosch. Für den Tübinger
Nachwuchs-Produzenten scheint es auch ein Stück Lebensphilosophie.
Seit Jahren durchforstet er das weltweite Datennetz nach kostbaren
Klangfetzen. Was Jarosch damit anstellt, war lange Zeit nur auf
seiner Homepage (http://vivid.kosmic.org/) zu hören.
Nach den ersten, erfolgreichen Veröffentlichungen auf dem Tübinger
Santorin-Label, dessen Tracks sogar in England Käufer fanden,
war es nun endlich mal Zeit für eine ganze CD. Auf seinem Debüt
"One Night" hat Jarosch elf Tracks zwischen Drum'n'Bass,
Electro und Ambient versammelt. Neben dem heimlichen Tübinger
Clubhit "Broken Promise" ist dort auch reichlich unbekanntes
Material aus der Zeit zwischen 1995 und 1998 vertreten.
Allen Tracks gemeinsam ist eine gleichermaßen feine, wie stilsichere
Auswahl der Sounds. Düster, grunzend, rollend - vor allem bei
den Drum'n'Bass Tracks, die deutlich dominieren, hat Jarosch eine
erstaunliche Zeitlosigkeit erreicht. Die CD ist im Tübinger
"Depot" oder per Mailorder unter unter der Faxnummer 089/6661750805
zu haben. Den Onlinekontakt gibt's unter http://www.maz-sound.com/products/.
(Ralf Ressman)
Schwäbisches Tagblatt - 15.1.1999
Vor genau einem Jahr bekundete Simon Jarosch aus Tübingen
auf dieser Seite, er würde gerne Schallplatten machen. Bis dahin standen
seine Dancetracks nur im Internet zum Download bereit, mittlerweile zeit Jaroschs
Künstlername Simon V tatsächlich die Etiketten von zwei Maxisingles
des lokalen Drum'n'Bass-Labels Santorin-Records. "One Night", die
in Eigenregie produzierte erste CD von Simon V, sammelt nun die fünf Santorin-Stücke
und sechs weitere Tracks aus den letzten drei Jahren. Das ergibt eine gute Stunde
brachialen Electrofunk und pfeilgeraden Drum'n'Bass, dazwischen einige kleine
ambiente Spielinseln. Das Rabenschwarz der hübschen Papphülle ist
dabei Programm: Simons zügige Beats halten sich nicht lang mit dem Erlösungsversprechen
auf, die in der heiteren Ecke der Clubmusik gemacht werden. Nur die majestätischen
Intros von "Hymnus" und "Broken Promise", zwei der stärksten
Stücke, scheinen zu verheißen, daß es am anderen Ende eines
dunklen Universums doch noch Leben geben könnte. Doch da lauern viele Gefahren
auf dem Weg: Monsterbässse, Sägezahnattacken, elektrisch geladene
Nebelspiralen. Aber schließlich ist diese Musik auch nicht dazu gemacht
worden, um zu Hause darüber trübsinnig zu werden - im Club, zusammengemixt
von einem guten DJ, gibt sie die Plattform ab, auf der man die Schatten wegtanzen
kann. Den Gang dorthin ersetzt den Kauf der CD logischerweise nicht. Zu kriegen
ist "One Night" bei Rimpo oder über den MAZ-Vertrieb. (joh)
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